Ausgehend davon, dass einige der BesucherInnen mit dem Auto anreisen werden, ist die Idee von *'Autoradio'*, diese Fahrzeuge bzw. die Autoradios darin als 'Empfangsstationen' zu nutzen. Jene Gäste, die ohne Auto auf den Kleylehof gekommen sind, werden zu den AutobesitzerInnen in ihre Fahrzeuge eingeladen, damit sie dort gemeinsam eine Konzertübertragung zu hören. Das Konzert selbst findet auch auf dem Kleylehof statt, vielleicht sogar auch in einem Fahrzeug, jedenfalls soll es nicht sichtbar und im Austragungsraum nicht hörbar sein, das Signal geht vom Computer direkt in den Sender. Das Fahrzeug ist in diesem Realisierungskontext eine soziale Skulptur: da ein Fahrzeugraum viel intimer ist als ein Veranstaltungsraum oder ein öffentlicher Raum, in dem sich ein Publikum unabhängig und beliebig, gegebenenfalls anonym und unverbindlich bewegen bzw. positionieren kann. Im Fahrzeug haben üblicherweise bis zu 5 Menschen angenehm Platz. In diesem Fall müssen sich diese für die Dauer des Konzertes einen viel kleineren Raum teilen und so auch ein anderes Maß an Aufmerksamkeitsökonomie anwenden.